Durch einen familiären Vorfall in meiner Jugend änderte sich mein Leben schlagartig und ich kam in Kontakt mit Metal-Musik. Recht schnell fand ich meinen Weg in die schwarze Szene, das hieß harte Musik, Alkohol und Drogen. Und vor allem hieß es: Schwarz sein. Zum einen äußerlich – in der Kleidung – zum anderen in der Seele. Das hieß Kälte, Depression, Hass und Sinnlosigkeit. Ich wollte wie jeder Mensch etwas Besonderes sein, einen Wert haben. Deshalb spielte ich in einer Band – Black Metal. Egal, wie viele Gedanken ich mir über den Sinn des Lebens machte, ich fand keinen - alles war sinnlos und leer. Aber es muss doch noch mehr als Spaß und Drogenrausch geben! Vielleicht lag der Lebenssinn darin, eine Familie zu gründen und Kinder zu erziehen. Dadurch würde man die Menschheit erhalten. Aber wo liegt der Sinn der Menschheit?

In meiner Jugendzeit hatte Satan mich fest im Griff. Mein Gefühlsleben war wie eine Achterbahn. Da ich sonst keinen Halt fand, war ich ihm hilflos ausgeliefert. All meine Gedanken und Taten entsprangen meinen Gefühlen und waren demnach stark von der momentanen Laune abhängig.

Kurz nachdem ich mein Studium begann, kam ich in Kontakt mit Christen. Nach langen Gesprächen entschloss ich mich, an einem Sonntag den Gottesdienst der Gemeinde zu besuchen. Unter „Gottesdienst“ verstand ich bis dahin nur die „Heilige Messe“, mit der ich wenig anfangen konnte.

Als ich die Gemeinde betrat, spürte ich eine ganz ungewohnte Offenheit und Freundlichkeit bei den Mitgliedern. Auch wenn ich dieses Verhalten damals noch nicht richtig einschätzen konnte und es mich stark an die Zeugen Jehovas erinnerte, so hatte es doch eine große Faszination auf mich. Offensichtlich war es es für Menschen möglich, ein wirklich glückliches und erfülltes Leben zu führen. Auch über die enorme Bibelkenntnis der Mitglieder war ich verwundert. Bis zu diesem Tag hatte dieses Buch für mich eigentlich keine Bedeutung. Ich war der Meinung, die Lehren und das Handeln der Katholischen Kirche würden sich auf die Bibel gründen. Daraus schloss ich, dass das Buch keine göttliche Herkunft haben kann – zu groß waren das Blutvergießen, die Verfolgungen und die finanzielle Ausbeutung ihrer Mitglieder. Ich besuchte die Gemeinde nun regelmäßig und begann auch selbst, in der Bibel zu lesen. Etwa ein halbes Jahr später kam ich zum rettenden Glauben an Jesus Christus.

Leider waren nach der Bekehrung nicht alle Probleme auf einmal beseitigt. In der Theorie war ich der Sünde gestorben und hatte ein neues Leben in Jesus Christus begonnen, praktisch war davon jedoch nicht viel zu sehen. Vor allem in meinem Innenleben ging die Veränderung nur sehr langsam voran. Vieles hatte ich aus meinem alten Leben ins neue mitgenommen und jetzt war es an der Zeit, mit Gottes Kraft die Zimmer meines Herzens eines nach dem anderen aufzuräumen und Jesus Christus dort einziehen zu lassen.

Mittlerweile bin ich einige Jahre bekehrt und weiß, dass, so oft mich Satan angreift, Jesus Christus auch da ist, und mich retten wird und von jeder zu großen Versuchung bewahrt. Nur bei Jesus Christus können wir wahre Liebe und Geborgenheit finden. Eines Tages wird Satan in den Feuersee geworfen und wir Christen werden bei unserem Gott im Himmel wohnen – in Ewigkeit.

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